Wertvolle Siege zum Saisonabschluss

Innichen – erfolgreich wie immer, Watles – neu mit Saisonbestresultat, Aspen – grandios doch knapp neben dem Podest, Bokwang – cool aber erfolglos, Arosa – kurzer Spass zuhause! Die Weltcup-Saison ging auf heimischen Boden in Arosa zu Ende wie gehabt: durchzogen, mal mit etwas Glück, meist mit viel Pech. Entweder fehlten Hunderstelsekunden bei der Quali oder Millimeter für einen Sieg in den Heats. Overall ist der 8. Rang im Gesamtklassement fast schon überraschend gut. Damit gehört Alex nach einer gesundheitlich schwierigen Saison 14/15 wieder zu den Top-Ten Skicrossern der Welt. Doch er will mehr.

Als bester Skicrosser im Schweizer Team klappte es dieses Jahr nach einigen Versuchen endlich mit dem ersten Schweizer Meistertitel, der in der Lenk am Karfreitag Ende März über die Bühne ging. Alex gewann alle seine Heats. Armin holte Silber und Marc, letztes Jahr in Saas Fee beim Nachtrennen noch Schweizermeister vor Alex, holte Bronze.

Voll motiviert mit dem SM-Titel wäre Alex nur zu gerne am Saisonfinal der Red-Bull-Skills gegen Skicracks des Alpinen Weltcup-Zirkus vor seiner Haustüre am 2. April angetreten. Doch der Event in Parpan fiel den warmen Temperaturen kurz vor Rennbeginn zum Opfer. Zu gefährlich wäre ein Start im Super-G, Slalom und Riesenslalom – alles mit demselben Ski – für die Athleten gewesen, die teilweise bereits mit dem Training für nächsten Winter begonnen hatten.

Von zuoberst auf dem Podest lachte Alex bald in Verbier. Vor gut einer Woche fand dort das legendäre Carlsberg High Five zum 17. Mal statt, eine Mischung aus Fun und Skiracing mit Riesenslalom, Skicross, Mini-Speedmessung und einem Trampolinsprung. Verbier-Besucher und Einheimische messen sich dabei mit aktuellen und ehemaligen Ski-Rennfahrern. Alex siegte overall vor Adrien Théaux (WM-Bronze Vail 2015 Super G) und dem Einheimischen Justin Murisier (WC-Riesenslalomfahrer). Super!!

Zwei schöne Siege für Alex, wertvoll besonders aber für die Moral, sich im Rotor-Trainingscenter in Balzers sowie auf den Ausflügen mit dem Bike in den kommenden Monaten zu „quälen“, damit er im nächsten Winter wieder mit der Spitze mithalten kann. Anfangs Juni – auch gut für die Moral und zur Abwechslung – nimmt Alex als Athleten-Sprecher von Ski Freestyle am FIS-Kongress in Cancun teil.

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Morgestraich in Bokwang!

Es ist nie zu früh, auf die nächsten Olympischen Winterspiele vom 9. bis 25. Februar 2018 in Südkorea zu schauen. „Isch cool do“ schreibt Alex nach Anreise und Training auf dem Skicross-Kurs in Bokwang Phoenix Park, dem Freestyle-Zentrum in der Nähe der Host-City Pyeong Chang. Olympische Spiele heisst auf jeden Fall ein Kurs, der technisch, imposant und auch in der Länge eine Herausforderung für alle sein wird. Die ersten Bilder und Videos aus Südkorea zeigen jedenfalls, dass ein tolles Weltcup-Rennen gegen Schluss dieser doch durchzogenen Saison am Sonntag bevorsteht. Hoffen wie also auf tolle News zum Zopf am Sonntagmorgen, wenn der Event um 12 Uhr mittags in Bokwang – mit acht Stunden Zeitdifferenz – bereits vorbei ist. Es wär super, wenn Alex ein toller „Morgestraich“ gelingt und er schon mal erfolgreich sein zweites Olympia-Abenteuer starten kann.

In Arosa folgt am nächsten Freitag, 4. März, der zweite Anlauf, ein Skicross-Rennen durchführen zu können. Es wird gleichzeitig das Finale der Skicross-WC-Saison 15/16 sein. Damits schneemässig klappt und ein Fest auch für die Zuschauer wird, haben OK und FIS entschieden, einen Skicross-Sprint durchzuführen. Da reiht sich vom Bergkirchli bis zum „Kulm“ in Innerarosa  Sprung an Sprung, Welle an Welle. Die Heats der besten 64 Fahrer beginnen um 10 Uhr, die Finalläufe der 32 Männer und 16 Frauen um 12 Uhr. Vielversprechend am Spektakel: Der Start wird enorm wichtig sein!

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Zuerst Aspen und dann Arosa

Die im letzten Eintrag erwähnte «Luft nach oben» ist mit tollen Resultaten und spektakulären Heats gefüllt worden. Alex überzeugte in Watles an den beiden von viel Wind geprägten Doppelrennen und hat nun auch am Kräfte zehrenden langen, aber tollen Parcours in Nakiska gezeigt, dass er gewinnen kann. Er strahlt Zuversicht aus – auch wenn die Quali-Leistungen noch zu wünschen übrig lassen – und kämpft bis zur Ziellinie um einen Platz auf dem Podest. Dabei lässt er sich als Teamplayer nicht zu unbedachtem Risiko hinreissen. Mit ihm sind die Schweizer wieder vorne dabei und lassen nicht nur die Franzosen und Kanadier die Saison dominieren. Es hat geklappt, toll der Doppelsieg in Watles, den die Fans und Betreuer am Pistenrand mit Jonas und Alex feiern konnten. Dazu zeigt der vierte Rang von Alex in der Weltcup-Gesamtwertung, dass der bisherige Saisonverlauf zwar nicht sehr spektakulär, aber zu den besten in seiner nun fünfjährigen Karriere zählt.
Endlich ist Skicross nach 2012 wieder eine Disziplin bei den X-Games in Aspen. Resultatmässig zwar nicht sehr gut, aber vom Event her total begeistert, war Alex doch bereits in seiner ersten Weltcupsaison dort dabei. Die Freude ist gross, dass Skicross und die Athleten durch die X-Games nun wieder mehr Anerkennung auch in Amerika erhalten. Mit der Einladung nach Aspen hat Alex bereits ein erstes schönes Geschenk zu seinem 30. Geburtstag am Wochenende erhalten. Am Freitag um 9 Uhr Aspen-Zeit werden in einem Seeding die eingeladenen Fahrer in die Heats eingeteilt. Nicht nur gross, sondern riesig fällt das Geburtstagsgeschenk aus, wenn er am Samstag ab 14 Uhr (20 Uhr Schweizer Zeit) in den Finalläufen einen Podestplatz holt.
Die Form stimmt, die Kraft ist da, der Rücken macht kaum mehr Probleme und die Erfolge in den letzten Rennen stimmen zuversichtlich. Viel Spass und viel Glück Alex in deiner «Zweitheimat» – auch für Nidi, Bischi und Jonas! Spass haben und Glück brauchen, werden auch wir Fans, wenn wir die X-Games-Skicrosser auf der Suche im Internet nach einer exotischen TV-Station live mitverfolgen können. Doch daran sind wir uns ja auch bei fast jedem Event gewöhnt.

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Luft nach hoch oben

Alex darf nach den ersten Rennen dieser noch jungen Saison an seinem Glück zweifeln. In Montafon zum Auftakt vor zwei Wochen wars eine fehlende Fingerlänge, die ihn um die Finalteilnahme brachte. In Val Thorens gabs einige Hunderstel zuviel und so den undankbaren 33. Platz in der Quali. Auch der Fahrfehler und Sturz gleich nach dem Start im zweiten Rennen machte natürlich kein happy face. Zwei Stationen, drei Rennen, ein 7. und ein 27. Platz: kontroverse Resultate für den nach einer schwierigen letzten Saison wieder topfitten Athleten. Doch eine Zwischenbilanz wird erst nach Innichen gezogen. Ganz im Gegensatz zu Val Thorens baut die Skistation im Südtirol eine seiner Lieblingsstrecken. Eine Strecke, wo er schon mehrere Speckseiten gewann – der Spezialpreis für alle Sieger und Podestfahrer.

In Innichen unterstützen jeweils auch mehrere Fans die Schweizer Skicrosser, ist der gemütliche Ort mit den zwei Renntagen doch relativ gut und schnell aus der Ostschweiz erreichbar. Und von dort stammt zur Zeit ja das ganze Schweizer Männerteam. Mit drei Top-Ten-Plätzen von Alex, Jonas und Armin in den ersten drei Rennen der Saison gibt es keinen Grund für hängende Köpfe. Doch es ist noch Luft nach oben, will heissen – aufs Podest in Innichen mit Unterstützung am Pistenrand und mit etwas mehr Glück.

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Gut in Form und mit viel Elan in die neue Saison

Der vor kurzem fast bis ins Flachland fallende Schnee hats angekündigt – die neue Skicross-Saison mit Auftakt im Voralberg steht vor der Tür. In Montafon wird am 4. und 5. Dezember die Weltcupsaison 2015/16 mit einer Quali am Freitag und dem Rennen am Samstag eröffnet, ja gefeiert, steht doch am Abend auch ein grosses Rock-Konzert auf dem Programm. Fast schon ein Heimrennen für die Bündner und Ostschweizer Skicrosser ist die erste Weltcup-Station der Saison für einmal nicht tausende Meilen weit weg in Kanada, sondern eine knappe Stunde von Vaduz und Balzers entfernt. Dort, wo Alex und Co. den Sommer über im (ROTOR Trainingsraum) in Balzers und in den Bergen rundherum viele Schweisstropfen geholt und verloren haben – mit Hanteln und Gummiseilen, mit Klettern und auf Mountainbikes. Wie anders sind doch die Vorzeichen dieses Jahr! Keine Verletzungen haben Alex vom Mittrainieren, Mitleiden und Mitgeniessen gehindert. Er ist fit, topfit wohl auch dank Mandelmilch und Haferbrei, nur zwei von vielen neuen Zutaten im ebenfalls umgestellten Ernährungsprogramm dieses Sommers.

1. Highlight: Gourmetwoche mit Tinu
Agiler, kompakter, mutiger zeigt sich Alex auf den aktuellen Filmen anlässlich der ersten Schneetrainings in Saas Fee (siehe Facebook). Was für ein Unterschied zum letzten Jahr als er, um seinen Rücken zu schonen, noch öfters zum lockeren Freifahren auf dem Gletscher, zum Filmen der Kollegen oder zum Physiotraining unten im Tal eingeteilt wurde. Noch stehen zwei Wochen in Saas Fee bevor, wo nochmals Starts geübt und feine Korrekturen vorgenommen werden. Herbeigesehnt von allen Schweizer Skicrosser in Saas Fee wird nun aber die Gourmetwoche, wenn Koch Tinu alias Martin Gerber alle Weltcup- und Europacupfahrerinnen und -fahrer, Trainer, Betreuer und natürlich auch die Serviceleute einige Tage mit bestem Essen verwöhnt. Eine willkommene Abwechslung mit Tradition und so auch Unterstützung, damit der Fokus ganz auf die anschliessenden Qualifikationsläufe für die ersten Renneinsätze der neuen Saison gelegt werden kann. Nach Montafon am ersten Dezemberwochenende gehts gleich weiter für zwei Rennen nach Val Thorens bevor kurz Weihnachten wie jedes Jahr Innichen auf dem Programm steht – so denn Frau Holle dieses Jahr auch gut in Form ist.

2. Highlight: Super10Kampf der Sporthilfe
Keinen Schnee benötigt Alex für ein erstes Highlight dieser Wintersaison am Samstag, 6. November in Zürich. Vor kurzem hat er Bescheid erhalten, dass er am Super10Kampf der Sporthilfe im Hallenstadion in Zürich dabei sein darf (www.sporthilfe.ch) Am Spektakel – dieses Jahr unter dem Motto «Älplerchilbi» – wird Alex schon mal zeigen können, dass die Rückenprobleme von Sotchi und die schwere Prellung vom Frühling 2014 in Åre mit Geduld und Effort ausgeheilt sind und er mental und physisch wieder gut drauf ist und so auch mit viel Zuversicht in die neue Saison starten kann.

Nicht nur Alex ist hungrig auf die kommende Saison

Nicht nur Alex ist hungrig auf die kommende Saison

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Durchzogene Saison – beste Aussichten

Am Wochenende hat Alex die Skihose mit der Badehose getauscht. Nach einer wetter- und schneemässig fantastischen Woche in Zermatt anlässlich seines ersten Skilehrerkurses ist er am Sonntag mit Freunden zu einem Meeresstrand weit weg abgeflogen. Wohlverdiente Ferien, nach einer körperlich und mental anstrengenden Saison 2014/15.

Der Vize-Schweizermeister-Titel in Saas Fee am letzten März-Wochenende war ein feiner Schlusspunkt. Das kurze Flutlichtrennen in Saas Fee hatte ihm und vielen aus der ganzen Schweiz angereisten Skicross-Fans Spass gemacht. Alex war motiviert, auch den vielen einheimischen Zuschauern aus Saas Fee, wo die Skicrosser jedes Jahr von August bis Oktober jeweils ein Haus mieten und auf dem Gletscher trainieren, ein faires, spannendes Spektakel zu zeigen. Erst im Finalheat auf der Ziellinie musste sich Alex vom Marc Bischofberger, der in seinem Windschatten herangebraust war, geschlagen geben. Armin Niederer holte sich dahinter Bronze.

Nun freut er sich auf ein Sommertraining ohne Verletzung und ohne Schmerzen. Eigentlich fühlte er sich schon den ganzen Winter wieder gut, doch die durchzogenen Resultate ­– mit Plätzen in den ersten Zehn und dann wieder ein Rang um die 30, wie in Arosa und Megève, mit einem Podestplatz wie in Are und einem Ausscheiden bereits in der Quali wie in Val Thorens – zeigten schon, dass ihm der letzte Herbst ohne Schneetraining fehlte. Es genügt nicht, nur im Kraftraum und mit dem Bike zu trainieren, auch wenn manchmal oft einfach nur Pech dabei war. „Grundsätzlich bin froh, dass der Rücken gehalten hat“, sagt Alex zur Saisonbilanz. Rückblickend sind ihm in der abgelaufenen Saison einige gute Überholmanöver gelungen, wo er in den Weltcupwintern zuvor, eher dank seiner tollen Starttechnik und mit bestem skifahrerischem Können aufgefallen ist.

Mitte Mai beginnen die Vorbereitungen für die neue Saison. Alex, die Skicrosser und vor allem auch die Schweizer Fans sind zudem gespannt auf den neuen Weltcup-Kalender. Deutet doch einiges darauf hin, dass neben Arosa mit einem Nachtevent in Saas Fee ein weiteres WC-Rennen in der Schweiz stattfinden könnte – und so für uns verwöhnte Fans die Saison 15/16 – ohne WM und Olympia ­– auch wieder mit einem ganz besonderen Highlight gekrönt würde.

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Zurück auf dem Podest!

Wau, das tat gut – nicht nur Alex freute sich riesig über den 2. Rang in Are, sondern auch seine Fans vor Ort sowie diejenigen per Live-Ticker am Compi klebend zuhause in der Schweiz. Der erste Podestplatz seit elf Monaten gelang ihm im zweiten Rennen in Schweden. Zweiter!! Mehr als erträumt, nach der durchzogenen Saison mit zwar guten Qualms doch nur einem Vorstoss in den Viertelfinal in Arosa als bisherigem Höhepunkt.
«Er fährt stark» kam ein SMS aus Are nach dem Viertelfinal auf die Frage von zuhause, ob das mit dem Live-Ticker wirklich stimmt. Am Abend (mit dem bekanntem Resultat) war es ein Vergnügen das erfolgreiche Comeback von Alex in einer Aufzeichnung von Eurosport 2 unter dem Gesichtspunkt «wie hat er das geschafft?» zu schauen. Da fuhr ein neuer Alex, immer noch top in seiner Technik, doch nicht mehr vom Start weg voraus, sondern von hinten auf seine Chance wartend, um dann mit spannender Linienwahl das Maximum aus jedem der vier Heats herauszufahren und sich bis in den Final vorzukämpfen.

Zwei Rennen in Tegernsee dieses Wochenende in der Nähe von München werden zeigen, ob der Höhenflug weitergeht und der «neue» Alex reüssiert, später auch am Saisonfinale am 15. März in Megève. Leider ist Squaw Valley in Californien wegen Schneemangel abgesagt. Doch alles was nun noch kommt ist eh Zugabe nach dem Grosserfolg in Are!

PS: Check the races in Tegernsee auf ARD und Eurosport, sie werden mehr oder weniger live übertragen.

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Mit Heimrennen in die zweite Saisonhälfte

Die Alpinen haben in Wengen gezeigt, was ein Heimvorteil bewirken kann. Auch Alex hofft, dass er in Arosa seine gute Form nun auch in gute Resultate umsetzen kann. Von Fahrfehlern nach guten Ausgangslagen in den Heats hat er die Nase gestrichen voll. Hat Alex in Val Thorens die Fehler noch mit einem Schulterzucken abgehakt, hinterliess der kurze Auftritt an der WM in Kreischberg doch eine Frust im Bauch, den wohl nur ein Topresultat zum Verschwinden bringen kann. Über dem missglückten Saisonhighlight an der WM in Österreich mischt sich aber auch ein Gefühl der Dankbarkeit, dass der Unfall mit Armin glimpflich ausgegangen ist und sein Freund bereits wieder mit dem Gedanken spielt, in einem der nächsten Rennen mitfahren zu können. Wie nah Freud und Leid beieinanderliegen musste das Schweizer Skicrossteam in dieser ersten von vielen Absagen geprägten Rennsaison-Hälfte schmerzlich spüren und hat Spuren hinterlassen.

Ein Erfolg vor heimischem Publikum in Arosa wär umso schöner, folgen nun doch verspätet einige intensive Rennwochen. Gleich nach Arosa gehts nach Are ein Ort, wo nach dem schmerzhaften Sturz im letzten Jahr für Alex wiederum Versöhnung angesagt ist. Dabei unterstützen werden ihn treue Fans aus der Schweiz und aus Norwegen, die ihr Kommen für die Rennen in Schweden bereits angekündigt haben.
Eine Woche später folgt Tegernsee, wo in der Nähe von München doch noch die Deutschland-Rennen nachgeholt werden können. Ein wichtiger Event, bringen doch die Europa-Rennen viel Prestige für die Skicrosser und damit auch viel Aufmerksamkeit für die Schweizer Sponsoren.

Noch auf dem Programm figuriert Anfang März das Rennen in Squaw Valley. Wenn es dabei bleibt, fliegen die Skicrosser in den Norden von Kalifornien zum Lake Tahoe, wo Alex seine ersten Lebensjahre verbrachte. Weit hergeholt zwar, doch auch hier könnte der Heimvorteil spielen!

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Nur gute Erinnerungen an Kreischberg

Dem Rücken gehts gut, das Selbstvertrauen beim Start in die Kraft, in die Ausdauer für mehrere Heats, in seine Reaktionsschnelligkeit ist wieder da. Auch wenn es die Resultate aus Nakiska und Val Thorens auf dem Papier nicht zeigen, Alex fährt morgen gesund und zuversichtlich an die Weltmeisterschaften in Kreischberg. Dorthin, wo er vor einem Jahr – nach ebenfalls etwas verhaltenem Start in die Saison – die WM-Hauptprobe gewonnen hat.

Zuviel Pause, zu wenige Starts setzten Alex in dieser laufenden Rennsaison besonders zu. In Nakiska im Dezember wars noch ein erstes Abtasten nach dem halbpatzigen Trainingsaufbau im Sommer. Das Resultat war ein 20. Rang. Erst letztes Wochenende gings weiter in Val Thorens, dem Ort in den Savoier Alpen, wo Alex noch nie einen vorderen Platz holen konnte, seit er im ersten Rennen vom Winde verweht worden war. Dieses Mal gelangen die Qualis beider Rennen trotz ärgerlichen Fahrfehlern mit den Rängen 10 und 11 gut. Die Hoffnung der Fans zuhause am Liveticker waren hoch, dass Alex die offene Rechnung mit Val Thorens endlich schliessen konnte. Leider glückte dann der Start beim ersten Rennen nicht. Die Aufholjagd wurde durch eine Skiberührung mit einem Norweger derart gebremst, dass ein Weiterkommen in die Viertelfinals nicht mehr möglich war. Beim zweiten Rennen wars dann ein Schwede, der sich und Alex – in Führung liegend – aus dem Rennen nahm. „Schade, heute wäre viel mehr dringelegen“, so der Kommentar von Alex danach. Mit den Rängen 19 und 10 in Val Thorens wurde er zwar schlecht bedient, doch das Selbstvertrauen in seinen Körper und die tollen Resultate seiner Teammitglieder, mit dem Sieg von Marc und dem 4. Rang von Armin, liessen auch Alex am Schluss in Val Thorens mitfeiern.

Beste Laune und positive Signale gabs von Alex auch nach drei Skitagen letzte Woche in Sedrun, mit Start-Trainings bis zum Abwinken und nach einem Abstecher zum Skizirkus der Alpinen ans Lauberhorn, in die Nähe zu seinem erfolgreichen Freund Janka. Wenn das keine guten Vorraussetzungen für Kreischberg sind! Viel Glück Alex!

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Motiviert und zuversichtlich in die fünfte Weltcup-Saison

Welch eine aufgestellte Stimme am Telefon aus dem Pitztal: „Es hat richtig Spass gemacht, einfach wieder mal Gas geben und drauflos fahren“, sagte Alex nach drei sonnigen Tagen auf dem Skicross-Parcour im Tirol am letzten Wochenende. Ein unvorhergesehenes Trainingsvergnügen erwartet die Schweizer Weltcup Fahrer, musste doch die für Saas Fee geplante Woche mit Ausscheidungsrennen wegen zu viel Schnee abgesagt werden.

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Diese Lockerheit in seiner Stimme tut gut, beginnt doch in wenigen Tagen die neue Saison mit dem Abflug nach Kanada und dem ersten Rennen in Nakiska am 6. Dezember. Nach dem schmerzvollen Ende des letzten Winters dominierten Spezialkonditrainings und Fahrten im Schnee aber noch ohne hohe Sprünge. Das aktuelle Fazit von Alex bis vor wenigen Wochen zu seiner „80-Prozent“-Form in allen Bereichen strahlte mässig Optimismus aus. Da gabs nur wenige Momente, etwa nach dem Bezwingen des Klettersteigs – trotz Höhenangst – im Berner Oberland oder beim Kitesurfen auf dem Silvaplaner-See im September, wo sich die Zuversicht beim Fliegen über den See nicht nur im Wasser sondern auch in seinen Augen widergespiegelt hatte.

Trotz einigen „Extratouren“ in Sachen Trainingsaufbau –erlebte Alex einen schönen und auch wettermässig tollen Herbst mit dem Skicross-Team in Saas Fee. Dort wo Swiss-Ski für das Frauen- und Männerteam äusserst gute Bedingungen auch im Bereich Unterkunft mit mehreren grosszügigen Wohnungen wie jedes Jahr organisiert hatte. Als Gast zwei Tage fühlt sich auch der Schreiber wohl im Saasertal – hat eine traumhafte Aussicht auf den Gletscher, lernt von den Jungs (fast) wie „Kratzen“ gespielt wird, trifft den legendären „Didi for Skicross“ und erfährt zudem, dass das Essen für Trainer Ralph nicht scharf genug und für den Materialchef Josh die Portion nicht gross genug sein kann. Ganz zu schweigen von den beiden neuen Ösi-Trainern, die wohl jeden Tag Palatschinken essen würden, wenn sie denn könnten. Die WM in Österreich kann kommen!

Kein Wunder, wird Alex in Kürze wieder motiviert am Start in Nakiska stehen. Seine fünfte Saison im Skicross-Weltcup steht bevor. Nach dem Auftakt-Winter 2011/12 mit einigen Podest- und zwei Weltcupsiegen, resultierte in der zweiten Saison bereits die Kristallkugel im Gesamtweltcup. Der letzte Winter war geprägt durch das Abenteuer Sotchi – ein Highlight die Teilnahme an den Olympischen Spielen, auch wenn die ersten gesundheitlichen Probleme von Alex ein erfolgreiches Abschneiden behinderten und den Rest der Saison bis weit ins Sommertraining hinein prägten.

Und was wird nun der Winter 14/15 bringen? Das von Skicrossern, Trainern und Swiss Ski anvisierte Ziel sind klar die Weltmeisterschaften am 25. Januar im österreichischen Kreischberg. Sein Bestes zeigen will Alex aber auch im Heimrennen am 7. Februar in Arosa-Lenzerheide, sowie ganz bestimmt auch in den USA, in Squaw Valley am 6. März – in seiner zweiten Heimat. Dort in der Lake-Tahoe-Area, wo er im Winter 1988/89 mit seiner damals 70-jährigen norwegischen Grossmutter die ersten Kurven im Schnee machte und unter ihren ängstlichen Blicken die vom älteren Bruder gebauten Schanzen im Garten testen „musste“.

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