Durchzogene Saison – beste Aussichten

Am Wochenende hat Alex die Skihose mit der Badehose getauscht. Nach einer wetter- und schneemässig fantastischen Woche in Zermatt anlässlich seines ersten Skilehrerkurses ist er am Sonntag mit Freunden zu einem Meeresstrand weit weg abgeflogen. Wohlverdiente Ferien, nach einer körperlich und mental anstrengenden Saison 2014/15.

Der Vize-Schweizermeister-Titel in Saas Fee am letzten März-Wochenende war ein feiner Schlusspunkt. Das kurze Flutlichtrennen in Saas Fee hatte ihm und vielen aus der ganzen Schweiz angereisten Skicross-Fans Spass gemacht. Alex war motiviert, auch den vielen einheimischen Zuschauern aus Saas Fee, wo die Skicrosser jedes Jahr von August bis Oktober jeweils ein Haus mieten und auf dem Gletscher trainieren, ein faires, spannendes Spektakel zu zeigen. Erst im Finalheat auf der Ziellinie musste sich Alex vom Marc Bischofberger, der in seinem Windschatten herangebraust war, geschlagen geben. Armin Niederer holte sich dahinter Bronze.

Nun freut er sich auf ein Sommertraining ohne Verletzung und ohne Schmerzen. Eigentlich fühlte er sich schon den ganzen Winter wieder gut, doch die durchzogenen Resultate ­– mit Plätzen in den ersten Zehn und dann wieder ein Rang um die 30, wie in Arosa und Megève, mit einem Podestplatz wie in Are und einem Ausscheiden bereits in der Quali wie in Val Thorens – zeigten schon, dass ihm der letzte Herbst ohne Schneetraining fehlte. Es genügt nicht, nur im Kraftraum und mit dem Bike zu trainieren, auch wenn manchmal oft einfach nur Pech dabei war. „Grundsätzlich bin froh, dass der Rücken gehalten hat“, sagt Alex zur Saisonbilanz. Rückblickend sind ihm in der abgelaufenen Saison einige gute Überholmanöver gelungen, wo er in den Weltcupwintern zuvor, eher dank seiner tollen Starttechnik und mit bestem skifahrerischem Können aufgefallen ist.

Mitte Mai beginnen die Vorbereitungen für die neue Saison. Alex, die Skicrosser und vor allem auch die Schweizer Fans sind zudem gespannt auf den neuen Weltcup-Kalender. Deutet doch einiges darauf hin, dass neben Arosa mit einem Nachtevent in Saas Fee ein weiteres WC-Rennen in der Schweiz stattfinden könnte – und so für uns verwöhnte Fans die Saison 15/16 – ohne WM und Olympia ­– auch wieder mit einem ganz besonderen Highlight gekrönt würde.

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Zurück auf dem Podest!

Wau, das tat gut – nicht nur Alex freute sich riesig über den 2. Rang in Are, sondern auch seine Fans vor Ort sowie diejenigen per Live-Ticker am Compi klebend zuhause in der Schweiz. Der erste Podestplatz seit elf Monaten gelang ihm im zweiten Rennen in Schweden. Zweiter!! Mehr als erträumt, nach der durchzogenen Saison mit zwar guten Qualms doch nur einem Vorstoss in den Viertelfinal in Arosa als bisherigem Höhepunkt.
«Er fährt stark» kam ein SMS aus Are nach dem Viertelfinal auf die Frage von zuhause, ob das mit dem Live-Ticker wirklich stimmt. Am Abend (mit dem bekanntem Resultat) war es ein Vergnügen das erfolgreiche Comeback von Alex in einer Aufzeichnung von Eurosport 2 unter dem Gesichtspunkt «wie hat er das geschafft?» zu schauen. Da fuhr ein neuer Alex, immer noch top in seiner Technik, doch nicht mehr vom Start weg voraus, sondern von hinten auf seine Chance wartend, um dann mit spannender Linienwahl das Maximum aus jedem der vier Heats herauszufahren und sich bis in den Final vorzukämpfen.

Zwei Rennen in Tegernsee dieses Wochenende in der Nähe von München werden zeigen, ob der Höhenflug weitergeht und der «neue» Alex reüssiert, später auch am Saisonfinale am 15. März in Megève. Leider ist Squaw Valley in Californien wegen Schneemangel abgesagt. Doch alles was nun noch kommt ist eh Zugabe nach dem Grosserfolg in Are!

PS: Check the races in Tegernsee auf ARD und Eurosport, sie werden mehr oder weniger live übertragen.

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Mit Heimrennen in die zweite Saisonhälfte

Die Alpinen haben in Wengen gezeigt, was ein Heimvorteil bewirken kann. Auch Alex hofft, dass er in Arosa seine gute Form nun auch in gute Resultate umsetzen kann. Von Fahrfehlern nach guten Ausgangslagen in den Heats hat er die Nase gestrichen voll. Hat Alex in Val Thorens die Fehler noch mit einem Schulterzucken abgehakt, hinterliess der kurze Auftritt an der WM in Kreischberg doch eine Frust im Bauch, den wohl nur ein Topresultat zum Verschwinden bringen kann. Über dem missglückten Saisonhighlight an der WM in Österreich mischt sich aber auch ein Gefühl der Dankbarkeit, dass der Unfall mit Armin glimpflich ausgegangen ist und sein Freund bereits wieder mit dem Gedanken spielt, in einem der nächsten Rennen mitfahren zu können. Wie nah Freud und Leid beieinanderliegen musste das Schweizer Skicrossteam in dieser ersten von vielen Absagen geprägten Rennsaison-Hälfte schmerzlich spüren und hat Spuren hinterlassen.

Ein Erfolg vor heimischem Publikum in Arosa wär umso schöner, folgen nun doch verspätet einige intensive Rennwochen. Gleich nach Arosa gehts nach Are ein Ort, wo nach dem schmerzhaften Sturz im letzten Jahr für Alex wiederum Versöhnung angesagt ist. Dabei unterstützen werden ihn treue Fans aus der Schweiz und aus Norwegen, die ihr Kommen für die Rennen in Schweden bereits angekündigt haben.
Eine Woche später folgt Tegernsee, wo in der Nähe von München doch noch die Deutschland-Rennen nachgeholt werden können. Ein wichtiger Event, bringen doch die Europa-Rennen viel Prestige für die Skicrosser und damit auch viel Aufmerksamkeit für die Schweizer Sponsoren.

Noch auf dem Programm figuriert Anfang März das Rennen in Squaw Valley. Wenn es dabei bleibt, fliegen die Skicrosser in den Norden von Kalifornien zum Lake Tahoe, wo Alex seine ersten Lebensjahre verbrachte. Weit hergeholt zwar, doch auch hier könnte der Heimvorteil spielen!

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Nur gute Erinnerungen an Kreischberg

Dem Rücken gehts gut, das Selbstvertrauen beim Start in die Kraft, in die Ausdauer für mehrere Heats, in seine Reaktionsschnelligkeit ist wieder da. Auch wenn es die Resultate aus Nakiska und Val Thorens auf dem Papier nicht zeigen, Alex fährt morgen gesund und zuversichtlich an die Weltmeisterschaften in Kreischberg. Dorthin, wo er vor einem Jahr – nach ebenfalls etwas verhaltenem Start in die Saison – die WM-Hauptprobe gewonnen hat.

Zuviel Pause, zu wenige Starts setzten Alex in dieser laufenden Rennsaison besonders zu. In Nakiska im Dezember wars noch ein erstes Abtasten nach dem halbpatzigen Trainingsaufbau im Sommer. Das Resultat war ein 20. Rang. Erst letztes Wochenende gings weiter in Val Thorens, dem Ort in den Savoier Alpen, wo Alex noch nie einen vorderen Platz holen konnte, seit er im ersten Rennen vom Winde verweht worden war. Dieses Mal gelangen die Qualis beider Rennen trotz ärgerlichen Fahrfehlern mit den Rängen 10 und 11 gut. Die Hoffnung der Fans zuhause am Liveticker waren hoch, dass Alex die offene Rechnung mit Val Thorens endlich schliessen konnte. Leider glückte dann der Start beim ersten Rennen nicht. Die Aufholjagd wurde durch eine Skiberührung mit einem Norweger derart gebremst, dass ein Weiterkommen in die Viertelfinals nicht mehr möglich war. Beim zweiten Rennen wars dann ein Schwede, der sich und Alex – in Führung liegend – aus dem Rennen nahm. „Schade, heute wäre viel mehr dringelegen“, so der Kommentar von Alex danach. Mit den Rängen 19 und 10 in Val Thorens wurde er zwar schlecht bedient, doch das Selbstvertrauen in seinen Körper und die tollen Resultate seiner Teammitglieder, mit dem Sieg von Marc und dem 4. Rang von Armin, liessen auch Alex am Schluss in Val Thorens mitfeiern.

Beste Laune und positive Signale gabs von Alex auch nach drei Skitagen letzte Woche in Sedrun, mit Start-Trainings bis zum Abwinken und nach einem Abstecher zum Skizirkus der Alpinen ans Lauberhorn, in die Nähe zu seinem erfolgreichen Freund Janka. Wenn das keine guten Vorraussetzungen für Kreischberg sind! Viel Glück Alex!

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Motiviert und zuversichtlich in die fünfte Weltcup-Saison

Welch eine aufgestellte Stimme am Telefon aus dem Pitztal: „Es hat richtig Spass gemacht, einfach wieder mal Gas geben und drauflos fahren“, sagte Alex nach drei sonnigen Tagen auf dem Skicross-Parcour im Tirol am letzten Wochenende. Ein unvorhergesehenes Trainingsvergnügen erwartet die Schweizer Weltcup Fahrer, musste doch die für Saas Fee geplante Woche mit Ausscheidungsrennen wegen zu viel Schnee abgesagt werden.

Pitztal

Diese Lockerheit in seiner Stimme tut gut, beginnt doch in wenigen Tagen die neue Saison mit dem Abflug nach Kanada und dem ersten Rennen in Nakiska am 6. Dezember. Nach dem schmerzvollen Ende des letzten Winters dominierten Spezialkonditrainings und Fahrten im Schnee aber noch ohne hohe Sprünge. Das aktuelle Fazit von Alex bis vor wenigen Wochen zu seiner „80-Prozent“-Form in allen Bereichen strahlte mässig Optimismus aus. Da gabs nur wenige Momente, etwa nach dem Bezwingen des Klettersteigs – trotz Höhenangst – im Berner Oberland oder beim Kitesurfen auf dem Silvaplaner-See im September, wo sich die Zuversicht beim Fliegen über den See nicht nur im Wasser sondern auch in seinen Augen widergespiegelt hatte.

Trotz einigen „Extratouren“ in Sachen Trainingsaufbau –erlebte Alex einen schönen und auch wettermässig tollen Herbst mit dem Skicross-Team in Saas Fee. Dort wo Swiss-Ski für das Frauen- und Männerteam äusserst gute Bedingungen auch im Bereich Unterkunft mit mehreren grosszügigen Wohnungen wie jedes Jahr organisiert hatte. Als Gast zwei Tage fühlt sich auch der Schreiber wohl im Saasertal – hat eine traumhafte Aussicht auf den Gletscher, lernt von den Jungs (fast) wie „Kratzen“ gespielt wird, trifft den legendären „Didi for Skicross“ und erfährt zudem, dass das Essen für Trainer Ralph nicht scharf genug und für den Materialchef Josh die Portion nicht gross genug sein kann. Ganz zu schweigen von den beiden neuen Ösi-Trainern, die wohl jeden Tag Palatschinken essen würden, wenn sie denn könnten. Die WM in Österreich kann kommen!

Kein Wunder, wird Alex in Kürze wieder motiviert am Start in Nakiska stehen. Seine fünfte Saison im Skicross-Weltcup steht bevor. Nach dem Auftakt-Winter 2011/12 mit einigen Podest- und zwei Weltcupsiegen, resultierte in der zweiten Saison bereits die Kristallkugel im Gesamtweltcup. Der letzte Winter war geprägt durch das Abenteuer Sotchi – ein Highlight die Teilnahme an den Olympischen Spielen, auch wenn die ersten gesundheitlichen Probleme von Alex ein erfolgreiches Abschneiden behinderten und den Rest der Saison bis weit ins Sommertraining hinein prägten.

Und was wird nun der Winter 14/15 bringen? Das von Skicrossern, Trainern und Swiss Ski anvisierte Ziel sind klar die Weltmeisterschaften am 25. Januar im österreichischen Kreischberg. Sein Bestes zeigen will Alex aber auch im Heimrennen am 7. Februar in Arosa-Lenzerheide, sowie ganz bestimmt auch in den USA, in Squaw Valley am 6. März – in seiner zweiten Heimat. Dort in der Lake-Tahoe-Area, wo er im Winter 1988/89 mit seiner damals 70-jährigen norwegischen Grossmutter die ersten Kurven im Schnee machte und unter ihren ängstlichen Blicken die vom älteren Bruder gebauten Schanzen im Garten testen „musste“.

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Zeitmilitär bis zu den nächsten Winterspielen

Ein Frühling mit Ups und Downs, wobei das Tief eher flach – im Spitalbett – war, und das Hoch – wie seine Helikoptersammlung – immer höher stieg.

Seit wenigen Tagen gehört Alex zu den Schweizer Zeitmilitär-Spitzensportlern. Bis zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang in Südkorea wird er von der Armee unterstützt. Die neuen acht Schweizer Spitzensportler, darunter mit Armin ein zweiter Skicrosser, sind nun mit einem 50-Prozent-Pensum angestellt. Beste Erfahrungen mit der Sportförderung der Armee im Trainingszentrum Magglingen hat Alex ja bereits in der Spitzensport-RS vor drei Jahren und in den WKs gemacht. Nun erhält er die Möglichkeit, sein Pensum beim Arbeitgeber Würth ITensis AG in Chur nochmals zu reduzieren, und kann so öfters vom breiten Angebot in Magglingen, auch im medizinischen Bereich, profitieren.

So haben die vergangenen zwei Wochen in Magglingen mit Physiotherapie für seinen Rücken bereits Wunder gewirkt. Alex kann nun auch das Krafttraining nach mehrmonatiger Pause wieder in Angriff nehmen. Neu ist dieses Jahr der Ort und das Umfeld. In einer Trainingsgemeinschaft mit Marco Büchel, Armin Niederer, Jonas Lehnherr, Fernando Schmed, Marco Adank und Tina Weirather wird unter Aufsicht und Organisation von Mischa Eder in Schaan Kraft und Ausdauer trainiert. In Lichtenstein im Kraftraum, in den Bündner Bergen am Velofahren, in Bad Ragaz und Magglingen beim Arzt und in Chur zur Arbeit. Der Sommer wird streng, doch der Winter kommt bald.

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Die Ferientage in den USA Ende April nach dem schmerzhaften Spitalaufenthalt in Chur taten gut. Wichtig war auch das Trainingslager der Skicrosser Mitte Mai in Cabarete, wo Alex zwar nicht wie im vergangenen Jahr mit dem Surfbrett die Wellen nahm, dafür sich mental am Strand beim Bädele und Drohnenfliegen gestärkt hat – für den Weg zum alten Alex, für einen Winter als Zeitmilitarist im neuen Schweizer Skicross-Team.

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Schmerzvolles Saisonende in Åre

Sein eigener Stock brachte Alex um die erfolgreiche Verteidigung seines Gesamtweltcups vom vergangenen Jahr. Mit den zwei Siegen in Arosa und Kreischberg vor und nach Sotchi war er in der Gesamtwertung wieder auf Kurs. Platz vier und nur 18 Punkte Rückstand lautete die Bilanz nach Arosa. Doch dieses nach den missglückten olympischen Spielen wichtige Ziel fand ein schnelles, trübes Ende am vergangenen Wochenende im schwedischen Are.

Auf den tollen Start-Ziel-Sieg im Achtelfinal des ersten von zwei Weltcuprennen in Are folgte ein schwerer Sturz gleich nach dem Start im Viertelfinal. Einer seiner Skistöcke geriet ihm zwischen die Beine. Es gab zwar keine schwerwiegenden Folgen wie die Untersuchungen beim Arzt in Are und am nächsten Tag im Spital in Oestersund zeigten. An eine Erholung bis zum Saisonfinale in La Plagne am nächsten Sonntag ist jedoch nicht zu denken. Mit grossen Schmerzen aufgrund der starken Prellungen an Hüfte und Rücken ist Alex am Montagabend mit dem Team in die Schweiz zurückgekehrt. So hört die Olympia-Saison mit einer weiteren grossen Enttäuschung auf. Zu gerne hätte er seinen aus Norwegen angereisten Verwandten und Fans aus der Schweiz nochmals «eine tolle Show» geboten und gezeigt, weshalb er im Skicross zu den grossen Favoriten für eine Medaille in Sotchi gehandelt wurde.

Mit einem weinenden aber auch lachenden Auge wird er am Wochenende von Parpan aus trotzdem in La Plagne mitfiebern. Mit zwei Podestplätzen in Are hat sich Nidi eindrücklich wieder in die Skicross-Elitefahrer zurückgemeldet. Jetzt heisst es für Armin Daumen drücken, damit der Saisonabschluss für seinen Zimmer- und Trainingskollegen mit einem vorderen Platz in der Gesamtwertung noch gelingt.

Mitnehmen aus der Saison 2013/14 wird Alex vor allem die letzen zwei herrlichen Siege in Kreischberg und Arosa. Vor allem der Gewinn des Heimrennens – erst recht nah seit der Skigebietsverbindung von Lenzerheide/Parpan mit Arosa – bei bestem Wetter und umgeben von vielen Fans werden ihn über das Abschneiden in Sotchi mehr als trösten. Und auch der Sieg in Kreischberg, dem Austragungsort der WM im nächsten Jahr, ist Motivation genug, zuversichtlich in Richtung Sommertraining und kommenden Winter zu schauen.

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Den Fokus bereits voll auf Arosa gerichtet

Die neue Skiverbindung von Parpan bis Arosa macht’s möglich. Nach wenig Stunden Schlaf „endlich wieder“ im eigenen Bett schnallte Alex heute Morgen seine Skis an und fuhr gleich nach Arosa, um das Gelände und den Bau des Parcours fürs 8. Skicross-Weltcuprennen nächste Woche in Arosa auszukundschaften. „Wird gut“ sagte er – wie gewohnt kurz – nach der Rückkehr, was wohl auch für seinen Rücken zutrifft.

Über Erwarten gute Nachrichten bezüglich seiner Verletzung an den olympischen Spielen sahen seine Fans auch gestern Abend in Kloten, als die Skicrosser mit Trainer und Begleiter mit mehr als drei Stunden Verspätung aus Sotchi lockeren Schrittes durchs Gate kamen. Einmal mehr feierte der Fanclub von Armin nicht nur dessen olympisches Diplom, sondern sie empfingen auch Alex und Mike – die beiden Pechvögel – mit viel Kuhglockenlärm, Fahnen und einem feinen Apéro gleich in der Ankunftshalle.

Voll interessanter, toller Erlebnisse in Sotchi zauberte bei den meisten Heimkehrern Freude aufs Gesicht, bei Trainern, Betreuern und auch manchem Athleten wars hie und da ziemlich gequält. Zu tief sitzt noch die Enttäuschung über das doch unerwartet schlechte Abscheiden der nicht nur in den Medien hoch favorisierten Schweizer. „Die Erfahrungen ins Sotchi waren super, doch nun kommt Arosa“ sagte Jorinde Müller. Sie ist bereit und motiviert und strahlte dies auch aus – wenn das nicht eine erfolgreiche Revanche verspricht.

In den kommenden Tagen sind noch einige Empfänge mit Ehrungen geplant und Alex findet, dass ein, zwei Tage Arbeit in Chur zur „Normalisierung“ nach dem Sotchi-Abenteuer auch dazugehören. Etwas gespannt erwartet er den Untersuch morgen beim Rückenspezialist in Bad Ragaz. Ohne dem Arzt vorgreifen zu wollen, die Hoffnung ist gross, dass Alex am Montag mit dem Skicross-Team den Weltcup nach Sotchi und das erste Heimrennen nach langer Zeit wieder fit und motiviert in Angriff nehmen kann.

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Kreischberg – neuer Ort, neuer Kurs

Für eine Bestätigung der tollen Resultate von San Candido-Innichen war die französische Station nicht der Ort. Schon vor Weihnachten hatte Alex in Val Thorens (Wetter)-Pech in der Quali. Vergangenen Mittwoch verliefen zwar die beiden Qualifikationsläufe mit zwei 9. Plätzen trotz je einem groben Fehler prima, von den Finalläufen in den Heats war Alex aber leider weit entfernt. An beiden Renntagen schied er bereits in den Achtelfinals aus. Sorgte ein Stock eines Gegners zwischen den Beinen für das erste Aus, verpassten es Conradign und Alex beim zweiten Rennen in einer Kurve die Führung zu behalten und so schieden leider beide im ersten Heat aus. Kaum Weltcuppunkte und auch kaum Rennpraxis für die olympischen Spiele nahm Alex wie auch seine Kollegen am Freitagabend mit nach Hause aus Val Thorens – «le meilleur skicross-station du monde», wie der enthusiastische, aber total faire Speaker für alle Nationen und Athleten immer wieder betonte.

Nun gehts nach Kreischberg, dem Mekka für Freestyler in der Steiermark, wo nächstes Jahr auch die WM stattfinden wird. Am Freitag ist die Quali, am Samstag sind die Heats. Locker bleiben Alex und Gas geben – trotz oder gerade auch wegen Sotchi in gut zwei Wochen.

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